2 Tage in 2 Minuten: Review der Intranet-Vorträge der CM-Days

Ich gebe zu, ich bin etwas spät dran, dennoch möchte ich das, was mir persönlich von den Intranet-Referaten auf den Contentmanager.days 2007 letzte Woche in Leipzig lebhaft in Erinnerung geblieben ist, hier in aller Kürze wiedergeben:

  • Synaxon: Initiert durch den Vorstandsvorsitzenden war das Phänomen Wiki der Auslöser und Katalysator zu einem kompletten Wandel des Unternehmens (neudeutsch: von Enterprise 1.0 zu Enterprise 2.0).
  • DAK: Wichtigkeit des schrittweisen Vorgehens: erst die Basis und Akzeptanz schaffen, dann Erweitern, schliesslich weitere (auch grosse) Schritte.
  • IBM: Corporate Social Networking in der Praxis: die manuelle Pflege der Inhalte der "Yellow Pages" hat auch bei IBM nicht funktioniert, deshalb werden diese nun automatisch anhand aller verfügbaren "Aktionen" der Mitarbeiter gespeist: Blog-Einträge, Social Bookmarks, etc. So ergibt sich ein gutes Bild, mit was sich ein Mitarbeiter aktuell befasst.
  • Klambt Verlag: alltägliche Arbeitsabläufe als Killer-Applikationen im Intranet anbieten. So etwas freut einen natürlich: predige ich doch gerne, sich bereits im Strategie-Prozess Gedanken über Killer-Apps zu machen… ;-)
  • Steinbeis: systemübergreifende Integration, um den "One-Stop Shop" Realität werden zu lassen
  • The Otherland Group: Der interne Einsatz virtueller Welten (à la "Second Life") stellt die zweitbeste Möglichkeit der Zusammenarbeit mehrerer Personen dar (also immer, wenn "face-to-face" aufgrund räumlicher Distanzen nicht sinnvoll oder nicht möglich ist) und wird in Zukunft eine ganz normale Art der Collaboration werden.
  • ArcelorMittal: in kürzester Zeit von 'Communication 1.0' zu 'Communication 2.0' mittels offener, unzensierter Merger-Kommunikation via www.arcelormittal.tv. Vor dem Hintergrund, dass das ein Projekt war und 320'000 Mitarbeiter im Spiel sind, blieb mir die Frage: kann man damit (also dieser Art zu kommunizieren) wieder aufhören, wenn man einmall damit angefangen hat?
  • Beiersdorff: Schaffung einer wiederverwendbaren Informationsarchitektur um eine konzernweite Standardisierung in diesem Bereich zu ermöglichen.
  • Austrian Research Center: Probieren, beobachten, lernen, Shortcomings offen zugeben und auch die Moderation eines nur aus Blogs bestehenden Intranets nicht unterschätzen.
  • DB Dialog: ein Spezial-Intranet (hier für den dedizierten Einsatz im Call Center) hat andere Anforderungen als ein generelles Intranet.
  • Polizei-Online: sowohl publikationsgesteuerter Content als auch User-generated Content haben ihren Platz und bilden bei entsprechender Förderung eine wunderbare Symbiose.

All diesen "Success Stories" gemeinsam ist, dass die Verantwortlichen jeweils wussten, wo sie mit dem Intranet hin wollen, also eine klare Intranet-Strategie verfolgen und sich dabei ihrer Individualität bewusst sind, die sich aus den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Unternehmens ergeben.

Ausführliche (und zugleich gute!) Berichte zu diesen Vorträgen und den Referaten der Plenumsveranstaltungen finden sich bei Frank Hamm im INJELEA-Blog: Contentmanager.days 2007 Review

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