Monthly Archive for July, 2008

Worum es bei Social Media wirklich geht - in nur 6min

Richard Dennison von British Telecom, Autor des von mir sehr geschätzten Inside Out Blogs, geht in einem kurzen Video auf des “Puddels Kern” von Social Media ein. 6 gut investierte, spannende Minuten, deren Inhalt in vielen Diskussionen um Enterprise 2.0 & Co. aussen vor gelassen wird:

The Essence of Social Media…

Arbeitskreis diskutiert mobiles Internet und Intranet

Auf Initiative und Einladung von Saim Alkan (aexea) kamen gestern in Stuttgart 12 Fachleute zum Thema Einsatz von Internet und Intranet auf Mobiltelefonen zusammen.

Neben spannenden Vorträgen wurden gemeinsam offene Fragen und nächste Schritte erarbeitet.

Saim hat im text-gold.de Blog live darüber berichtet: Mobile Intranet und Internet - aexea Fachmeeting in Stuttgart

Meine Präsentation zum Thema “Mobile Intranets” ist auf meiner Website zum Download verfügbar: Mobile Intranets (PDF, 350 kB)

Reorganisation? Investieren Sie lieber in Ihr Intranet!

Viele Unternehmen erachten Reorganisationen als wirksames (bzw. notwendiges) Mittel zur Umsetzung ihrer (veränderten) Unternehmensstrategien.

Wie eine umfangreiche Studie von Booz & Company bei über 1′000 Unternehmen in mehr als 50 Ländern zeigt, sind andere Faktoren jedoch für die Umsetzbarkeit von Strategien deutlich wichtiger. Die bedeutendste Rolle spielen mit 54 von 100 Punkten dabei Merkmale aus der Kategorie “Information“. Klare Entscheidungswege (50 von 100) sind ähnlich wichtig. Weit abgeschlagen sind hingegen die Kategorien Motivationsfaktoren (26) und Strukturen (25 Punkte - zu dieser Kategorie zählen auch Reorg-Massnahmen).

Die fünf wichtigsten Einzelmerkmale (von insgesamt 17) aus allen Kategorien sind:

  1. Everyone has a good idea of the decisions and actions for which he or she is responsible
  2. Important information about the competitive environment gets to headquarters quickly
  3. Once made, decisions are rarely second-guessed
  4. Information flows freely across organizational boundaries
  5. Field and line employees usually have the information they need to understand the bottom-line impact of their day-to-day choices

Die Rolle, die das Intranet bei den Punkten 2., 4. und 5. spielt (oder spielen sollte) dürfte offensichtlich sein. Aber auch bspw. der Punkt 1. (der der Kategorie “Klare Entscheidungswere” zugehört) kann und sollte durch ein Intranet unterstützt werden, z.B. durch

  • umfassende und transparente Dokumentation der Entscheidungsbefugnisse und -prozesse,
  • entsprechend angereicherte Informationen im “Telefonbuch” (um bei Unsicherheiten bspw. herausfinden zu können, welche andere Person ggf. in diesem Bereich noch Entscheidungskompetenzen haben könnte),
  • Abbildung formaler Entscheidungswege (damit nicht versehentlich jemand vergessen wird oder nach einer Entscheidung durchzuführende Schritte übersehen werden)
  • Kommunikation der Entscheidungen im Intranet
  • etc.

Auch die Demokratisierung von Entscheidungen durch Social Media Ansätze kommt hier in den Sinn (bspw. mittels Prediction Markets).

Auch zu den meisten anderen in der Studie verwendeten Merkmalen fallen einem schnell Ansatzpunkte ein, wie das Intranet diese und damit die Fähigkeit des Unternehmens zur Strategieumsetzung unterstützen kann.

Die Studienergebnisse stellen für Intranet-Verwantliche eine Chance dar, (wieder einmal) auf die strategische Bedeutung ihres Intranets für das Unternehmen hin zu weisen und konkrete Ansätze aufzuzeigen, wie mit dem Intranet die Ziele des Unternehmens gezielt unterstützt werden können.

Eine Zusammenfassung der Studie ist im Havard Business Review erschienen und auch als PDF von Booz & Co. verfügbar: The Secrets to Successful Strategy Execution

Präsentationen vom International Forum on Enterprise 2.0

Am 25. Juni fand in Varese das “International Forum on Enterprise 2.0″ statt. Wer wie ich nicht selber dort sein konnte, kann hier auf die Präsentationen zugreifen.

Danke an Leila Summa für den Hinweis!

Modell zur Erfolgsmessung (nicht nur) von Social-Software-Systemen

Viele Intranet Manager kennen die leidigen Diskussionen um den ROI (return on investment) ihrer Intranets. Meist laufen diese auf einen Kompromiss hinaus (der Auftrag- oder Geldgeber will harte Zahlen sehen, der Intranet Verantwortliche kann (vereinfacht gesagt) “nur” qualitative Indikatoren liefern). Da ist es gut, wenn dieser “Kompromiss” auf einem wissenschaftlichen Modell basiert und somit beim Auftraggeber ein Gefühl von fundierten Aussagen entsteht.

Hierzu kann ich das von Tobias Reisberger und Stefan Smolnik am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik 2 der European Business School entwickelte Modell empfehlen:

Modell zur Erfolgsmessung von Social-Software-Systemen (PDF, 0.5 MB)

Das Modell passt hervorragend auch für Intranets (und nicht nur für das “Intranet 2.0″). Anhand von 6 Dimensionen (Systemqualität, Informationsqualität, Servicequalität, Nutzung, Nutzerzufriedenheit und
Nettonutzen) wird ein Wirkungsmodell vorgestellt, bei dem sehr schön deutlich wird, dass die üblicherweise hauptsächlich betrachteten Dimensionen Systemqualität, Informationsqualität und Servicequalität per se keinen direkten Einfluss auf den Nettonutzen eines Systems haben, sondern erst indirekt über ihre Einflüsse auf Nutzung und Nutzerzufriedenheit.
(vgl. Abb. 2 auf S. 11 des oben verlinkten PDF’s)