Recommended Reading for Intranet Professionals – Week 33/2008

10 Best Application UIs of 2008
“Many winners employ dashboards to give users a single overview of complex information and use lightboxes to ensure that users notice dialogs. Also, the Office 2007 ribbon showed surprisingly strong early adoption.”

An evaluation of build versus buy decisions for portal solutions
“This IDC white paper presents the results of an IDC study, sponsored by IBM, that
quantifies and compares the total cost of ownership (TCO) of in-house portal
development with that of portals developed with IBM WebSphere Portal.”

Web 2.0: Companies Gain Competitive Edge with Social Networking Tools
“Facebook-like apps and social networking tools are enabling companies to encourage innovation, create flexible work arrangements, establish virtual teams, bring new employees up to speed, improve collaboration, increase retention among people who hadn’t felt a strong sense of belonging, and more.”

Enterprise Search Dead? Or just misunderstood?
“These methodologies both provide the kind of enterprise-wide search that has eluded us for so long in the old model: search once, find everywhere.”

Highlights from Intranet Week 2008
“Some of the main themes of the two-days of main conference presentations included…”

Niche Cooking for Intranet Success
“Did we just cook generic food in an attempt to satisfy a wide range of people? Or did we cook a specialty food that directly targeted a particular group of enthusiasts? The word that spreads throughout the enterprise is based on this crucial experience. It will ultimately come down to either satisfying a small group of people who will become vocal advocates, or frustrating a large group of people with a mediocre experience and creating a stigma around the portal platform.”

Enterprise 2.0 : success comes from organizational approach
“First conclusion : bringing web 2.0 within the enteprise is not a fad but a heavy wide-range trend : internal, external, variois tools, wide perimeters of experiment. Second conclusion : promises are not as easy to be delivered than many thought.”

Wer sein Portal selbst entwickelt, dem läuft der Markt davon

Das Schöne an Eigenentwicklungen ist ja, dass man alles realisieren kann, was man nur will. Soweit die Theorie. In der Praxis bleibt der Funktionsumfang von Portalen auf Basis von Eigenentwicklungen jedoch zum Teil deutlich hinter dem von Standard-Software zurück.

Wie die IDC-Studie „An Evaluation of  Build Versus Buy  for Portal Solutions“ zeigt, hinken die Eigenentwicklungen in fast allen Funktionsbereichen hinterher – mit Ausnahme von  „SSO“ (Single Sign-On), in dem sowohl Eigenentwicklungen als auch die untersuchte Standard-Software auf 100% Verbreitung kommen und dem Bereich „Dashboards“, in dem Eigenentwicklungen eine ca. 10% höhere Verbreitung aufweisen können .

In allen anderen Bereichen weise die Eigenentwicklungen eine bis zu ca. 40% geringere Verbreitung auf.  Und dies in so bedeutenden Funktionalitäten wie Collaboration, Self Service, Content Management und Application Integration.

Mit zunehmender Dynamik der Weiterentwicklung des Webs und von Portalen dürfte der Abstand zukünftig eher noch grösser werden.

Link:

Neue Chancen für Intranets durch steigende Ölpreise

Die hohen Energiekosten führen auch zur deutlichen Verteuerung von Geschäftsreisen. Dementsprechend steigt der Bedarf um „in person meetings“ durch virtuelle Zusammenkünfte per Video und Web Conferencing zu ersetzen (vgl. „High Travel Prices Leading to More Web and Video Conferencing“).
Für Intranet Manager wirft diese Entwicklung die Frage auf, ob Tele-Conferencing als ein isoliertes Stück Kommunikationsinfrastruktur betrachtet werden kann (wie es bisher in meistens der Fall ist) oder ob diese Tools und das Intranets enger verknüpft werden sollten. Das eine Integration sinnvoll ist, dürfte offensichtlich sein (und wenn es nur der Link aus dem Intranet und eine CI/CD-Anpassung des Conferencing-Tools ist). Unklar ist hingegen meist, wie tief die Conferencing Services ins Intranet oder Mitarbeiterportal integriert werden sollen.

Um diese Integrationstiefe sinnvoll evaluieren zu können, sollten bspw. folgende Fragen gestellt werden:

  • Die Vor- und Nachbereitung von Meetings erfolgt häufig mittels entsprechender Collaboration-Funktionen (z.B. Teamrooms, Wiki-Spaces für das Meeting-Management, …). Wo und wie erfolgt die „Buchung“ von Web Conferences?
  • Die Materialien über die in Meetings diskutiert wird (Agenda, Projektpläne, Dokumente, …) liegen ebenfalls in diesen Colaboration-Spaces. Wie kommen sie von dort in die Web Conference und wie (nach gemeinsamer Bearbeitung) wieder zurück an ihren Ablageort (oder anders herum: wie kommt die Conference in den Collaboration-Space)?
  • Können bestehende Rechte auch auf Conferences angewendet werden (z.B. alle User des Collaboration-Space XY haben auch Zugang zur Conference zu XY)?
  • Kann die Teilnahme an einer Conference automatisch in die Presence-Information eines Mitarbeiters übernommen werden (oder eine Statusmeldung im Mitarbeiterprofil erzeugen, damit auch Aussenstehende auf der Suche nach Informationen zu XY auf Personen stossen können, die an entsprechenden Meetings zum Thema XY beteiligt waren)?
  • Können Personalisierungseinstellungen ins Conference-Tool übernommen werden (z.B.: kann die vom User für das Intranet hinterlegte Sprachersetzungsreihenfolge auch für die Dokumente verwendet werden, die in einer Conference eingesetzt werden)?
  • Können in einer Conference verwendete Materialien während und nach der Konferenz auch von der Suchmaschine gefunden werden?
  • Können andere übergreifende Funktionen wie Tagging, Bookmarking, Rating, Commenting etc. innerhalb der Conferences eingesetzt werden (und nachher auch weiterverwendet werden, z.B. in themenspezifischen Tagclouds im Intranet)?

Web Conferencing kann bei sinnvoller Integration mit dem Intranet zu zahlreichen Synergien für beide „Parteien“ führen. Nicht zuletzt zu der, dass das Intranet (noch) stärker als unverzichtbarer Teil der alltäglich gebrauchten Arbeitsinfrastruktur durch die Mitarbeiter angesehen wird.

Wenn Sie also das nächste mal nach dem Tanken an der Kasse stehen, können Sie vor diesem Hintergrund den hohen Benzinpreisen vielleicht doch noch etwas Positives abgewinnen… ;-)

p.s.: wer mit Web Conferencing noch keine Erfahrung sammeln konnte, dem kann ich nur den Blick ins Archiv der grössten und längsten virtuellen Konferenz zum Thema Intranets empfehlen: IBF 24 Archiv
(und natürlich auch jedem, der an innovativen Intranet Case Studies interessiert ist)

Recommended Reading for Intranet Professionals – Week 32/2008

While I’m still struggeling with my Links Section on this blog, here’s the (manual) digest of this week – oops, it’s actually last week ;-)

Intranets operieren im Vakuum des mangelnden Managements von intellektuellem Kapital

Das ist mein Fazit nach Lektüre der Studie “Wie intellektuelles Kapital Werte schafft” ( Deutsche Bank Research, 18.06.2008).

Die Studie befasst sich mit Wissensbilanzen, also Instrumenten zur strukturierten Erfassung und strategischen Steuerung von intellektuellem Kapital. Dadurch soll ermöglicht werden, dass “Unternehmen [...] systematischer mit ihrem intellektuellen Kapital umgehen, [denn] Vermögenswerte wie Qualifikationen, Innovationskraft und Kundenbeziehungen sind heute ihre wichtigsten Wettbewerbsvorteile.”

Diese systematische Vorgehensweise zum Management von intellektuellem Kapital wird erst bei einer verschwindend geringen Anzahl von Unternehmen eingesetzt (die Studie spricht von “über 150 Unternehmen”). Dort, wo intellektuelles Kapital nicht “gemanaged” wird, bleibt es sich selbst (und somit dem Zufall) überlassen. Dementsprechend operiert auch das Intranet, als Mittel zum Management von Informationen, Wissen und Beziehungen im Vakuum.

Dabei bieten Intranets zahlreiche Möglichkeiten zur Steuerung und Optimierung derartiger Vermögenswerte. Folglich sollten Instrumente wie Wissenbilanzen von Intranet Managern mit offenen Armen begrüsst, gefördert und genutzt werden.

In einem Unternehmen, in dem bspw. die Wissensbilanz als stragisches Werkzeug angesehen wird, das Intranet jedoch nicht, kann die Zusammenarbeit von Wissensbilanz und Intranet zu einer neuen Wahrnehmung des Intranets im Management führen.

Ansatzpunkte dafür gibt es mehr als genug. Wenn bspw. ein durch die Wissensbilanz aufgedeckter Schwachpunkt das Wissen um den aktuellen Qualifikationsstand der Mitarbeiter ist (was in vielen Unternehmen der Fall sein dürfte, da sich eine systematische Erfassung i.d.R. auf formelle Weiterbildungsmassnahmen beschränkt, durch laufende Praxis gewonnene Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten jedoch undokumentiert bleiben), kann das Employee Directory (Intranet Telefonbuch) als Sammelpunkt für qualifikationsbezogene Informationen eine Lösung darstellen (z.B. durch Integration von Ansätzen des Social Networking, wie in meiner jüngst für das Intranet Benchmarking Forum veröffentlichten Studie “Employee Directory Wave Three” beschrieben) .

Links:

Mein Blog-Post im Knowledge Management Review

Da freut sich das Blogger-Herz: die renommierte Fachzeitschrift KM Review zitiert in der aktuellen Ausgabe (Juli/August 2008) meinen im Intranet Life Blog geschriebenen Post “What else Intranet Managers can take away from IBF 24“. Und das in sehr umfassender Weise…

Die komplette Ausgabe des Magazins inkl. dem entsprechenden Artikel steht auf der Website des Intranet Benchmarking Forums zum Download bereit:

A 24 hour intranet innovation experience” by Jessica Twentyman, Editor, KM Review

IBF 24 und Social Networking bei Nissan

Das Online-Magazin Contentmanager.de hat einen Review von mir über die virtuelle Intranet-Konferenz “IBF 24″ veröffentlicht. Neben dem allgemeinen Rückblick enthält der Artikel auch eine Zusammenfassung der äusserst spannenden Präsentation von Nissan’s interner Social Networking Plattform “N-Square”.

Link zum Artikel:
Welt-Premiere für Intranet Manager bei IBF 24

Das Archiv von IBF 24 mit vierundzwanzig Stunden Live-Material ist übrigens auch für Nicht-Teilnehmer der Konferenz zugänglich (kostenpflichtig).