Arbeitskreis diskutiert mobiles Internet und Intranet

Auf Initiative und Einladung von Saim Alkan (aexea) kamen gestern in Stuttgart 12 Fachleute zum Thema Einsatz von Internet und Intranet auf Mobiltelefonen zusammen.

Neben spannenden Vorträgen wurden gemeinsam offene Fragen und nächste Schritte erarbeitet.

Saim hat im text-gold.de Blog live darüber berichtet: Mobile Intranet und Internet – aexea Fachmeeting in Stuttgart

Meine Präsentation zum Thema “Mobile Intranets” ist auf meiner Website zum Download verfügbar: Mobile Intranets (PDF, 350 kB)

Reorganisation? Investieren Sie lieber in Ihr Intranet!

Viele Unternehmen erachten Reorganisationen als wirksames (bzw. notwendiges) Mittel zur Umsetzung ihrer (veränderten) Unternehmensstrategien.

Wie eine umfangreiche Studie von Booz & Company bei über 1’000 Unternehmen in mehr als 50 Ländern zeigt, sind andere Faktoren jedoch für die Umsetzbarkeit von Strategien deutlich wichtiger. Die bedeutendste Rolle spielen mit 54 von 100 Punkten dabei Merkmale aus der Kategorie “Information“. Klare Entscheidungswege (50 von 100) sind ähnlich wichtig. Weit abgeschlagen sind hingegen die Kategorien Motivationsfaktoren (26) und Strukturen (25 Punkte – zu dieser Kategorie zählen auch Reorg-Massnahmen).

Die fünf wichtigsten Einzelmerkmale (von insgesamt 17) aus allen Kategorien sind:

  1. Everyone has a good idea of the decisions and actions for which he or she is responsible
  2. Important information about the competitive environment gets to headquarters quickly
  3. Once made, decisions are rarely second-guessed
  4. Information flows freely across organizational boundaries
  5. Field and line employees usually have the information they need to understand the bottom-line impact of their day-to-day choices

Die Rolle, die das Intranet bei den Punkten 2., 4. und 5. spielt (oder spielen sollte) dürfte offensichtlich sein. Aber auch bspw. der Punkt 1. (der der Kategorie “Klare Entscheidungswere” zugehört) kann und sollte durch ein Intranet unterstützt werden, z.B. durch

  • umfassende und transparente Dokumentation der Entscheidungsbefugnisse und -prozesse,
  • entsprechend angereicherte Informationen im “Telefonbuch” (um bei Unsicherheiten bspw. herausfinden zu können, welche andere Person ggf. in diesem Bereich noch Entscheidungskompetenzen haben könnte),
  • Abbildung formaler Entscheidungswege (damit nicht versehentlich jemand vergessen wird oder nach einer Entscheidung durchzuführende Schritte übersehen werden)
  • Kommunikation der Entscheidungen im Intranet
  • etc.

Auch die Demokratisierung von Entscheidungen durch Social Media Ansätze kommt hier in den Sinn (bspw. mittels Prediction Markets).

Auch zu den meisten anderen in der Studie verwendeten Merkmalen fallen einem schnell Ansatzpunkte ein, wie das Intranet diese und damit die Fähigkeit des Unternehmens zur Strategieumsetzung unterstützen kann.

Die Studienergebnisse stellen für Intranet-Verwantliche eine Chance dar, (wieder einmal) auf die strategische Bedeutung ihres Intranets für das Unternehmen hin zu weisen und konkrete Ansätze aufzuzeigen, wie mit dem Intranet die Ziele des Unternehmens gezielt unterstützt werden können.

Eine Zusammenfassung der Studie ist im Havard Business Review erschienen und auch als PDF von Booz & Co. verfügbar: The Secrets to Successful Strategy Execution

Modell zur Erfolgsmessung (nicht nur) von Social-Software-Systemen

Viele Intranet Manager kennen die leidigen Diskussionen um den ROI (return on investment) ihrer Intranets. Meist laufen diese auf einen Kompromiss hinaus (der Auftrag- oder Geldgeber will harte Zahlen sehen, der Intranet Verantwortliche kann (vereinfacht gesagt) “nur” qualitative Indikatoren liefern). Da ist es gut, wenn dieser “Kompromiss” auf einem wissenschaftlichen Modell basiert und somit beim Auftraggeber ein Gefühl von fundierten Aussagen entsteht.

Hierzu kann ich das von Tobias Reisberger und Stefan Smolnik am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik 2 der European Business School entwickelte Modell empfehlen:

Modell zur Erfolgsmessung von Social-Software-Systemen (PDF, 0.5 MB)

Das Modell passt hervorragend auch für Intranets (und nicht nur für das “Intranet 2.0″). Anhand von 6 Dimensionen (Systemqualität, Informationsqualität, Servicequalität, Nutzung, Nutzerzufriedenheit und
Nettonutzen) wird ein Wirkungsmodell vorgestellt, bei dem sehr schön deutlich wird, dass die üblicherweise hauptsächlich betrachteten Dimensionen Systemqualität, Informationsqualität und Servicequalität per se keinen direkten Einfluss auf den Nettonutzen eines Systems haben, sondern erst indirekt über ihre Einflüsse auf Nutzung und Nutzerzufriedenheit.
(vgl. Abb. 2 auf S. 11 des oben verlinkten PDF’s)

Social Search to the rescue of bad intranet findability? [im Intranet Life Blog]

Der Juni neigt sich dem Ende zu und hier ist mein somit vorerst letzter Gastbeitrag im Intranet Life Blog:

Social Search to the rescue of bad intranet findability?

Zum gleichen Thema habe ich auch auf der enterprise2open im Rahmen der CeBit 2008 ein Referat gehalten: Enterprise Search 2.0.

What else Intranet Managers can take away from IBF 24 [Intranet Life Blog]

Mein dritter Gast-Beitrag im Intranet Life Blog des Intranet Benchmarking Forums:

What else Intranet Managers can take away from IBF 24

IBF 24 war wirklich ein fantastisches Event, einen kleinen Eindruck davon bekommt man in der IBF 24 Community oder auf meinem Twitter-Profil , wo ich “fleissig mitgeschrieben” habe.

Intranet 2.0 Trends

Das Intranet Benchmarking Forum führt regelmässig Informationsveranstaltungen durch, in denen jeweils ein aktuelles Thema aufgegriffen wird (und natürlich das IBF und seine Vorteile für Mitglieder vorgestellt werden).

In dieser Reihe findet am 26. Juni von 11:00-12:00h ein ‘IBF Focus’ zum Thema “Intranet 2.0 Trends” statt. Keynote-Sprecherin ist Elizabeth Marsh, ehemalige Intranet Managerin bei T-Mobile, die heute den Bereich Research des IBF verantwortet.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt online per Windows Live Meeting. Weitere Infos und Anmeldung unter: IBF Europe Focus – Intranet 2.0 Trends

Weitere öffentliche Events im IBF-Kalender.

Von Null auf Wiki in 21 Tagen

Stewart Mader hat in “Grow your Wiki” eine Videoserie veröffentlich, wie man in 21 Tagen zur “Wiki Adoption” kommt:

21 Days of Wiki Adoption

Episodes:

* Introducing 21 Days of Wiki Adoption
* Day 1: Grassroots is Best
* Day 2: Wiki vs. Email
* Day 3: Your Wiki Isn’t Necessarily Wikipedia
* Day 4: Run a Pilot
* Day 5: Hold a BarnRaising
* Day 6: Don’t Rush It
* Day 7: Better Meetings
* Day 8: Meeting Agenda
* Day 9: Meeting Minutes
* Day 10: Action Items
* Day 11: Project Management
* Day 12: Documentation
* Day 13: Wiki vs. Content Management System
* Day 14: Is data safe in a wiki?
* Day 15: Request Procedure & Retention Policy
* Day 16: Afraid to Share?
* Day 17: How open or closed should your wiki be?
* Day 18: WikiCharter – community ‘house rules’
* Day 19: Be Firm
* Day 20: Incentives & Recognition
* Day 21: Science Fair