Am 25. Juni fand in Varese das “International Forum on Enterprise 2.0″ statt. Wer wie ich nicht selber dort sein konnte, kann hier auf die Präsentationen zugreifen.
Danke an Leila Summa für den Hinweis!
Next Generation Social Information, Collaboration and Communication Platforms
Am 25. Juni fand in Varese das “International Forum on Enterprise 2.0″ statt. Wer wie ich nicht selber dort sein konnte, kann hier auf die Präsentationen zugreifen.
Danke an Leila Summa für den Hinweis!
I’ve done a little presentation about the changing nature of Enterprise Search in the light of Social Software and Web 2.0 in the Enterprise at the enterprise2open:
Enterprise Search 2.0 (PDF, 0.9 MB)
(most of it was a live demo in the web - links are enclosed in the PDF)
The agenda of the event is available in a previous post: Programm der enterprise2open (in German)
Heute findet in der CeBIT Content Management Arena die barCamp-ähnliche “enterprise2open” statt.
Bei diesem offenen Format kann jeder der Anwesenden einen Vortrag zum Themenbereich Enterprise 2.0 halten. Damit die spontan zusammengestellte Agenda nach dem Event nicht im Nirwana versinkt, hier die Programmpunkte:
Werde das später noch verlinken… ![]()
Nachdem Martin Koser von frogpond Social Software Consulting gerade über „Erfolgsfaktoren der Wiki-Einführung in KMU’s“ referiert hat (und viele Fragen beantworten durfte – selbst an einem „Laufpublikums-Tag“ wie dem heutigen Samstag stösst ein Thema wie Wiki also auf breites Interesse) folgt auf der Content Management Arena in der Session „Wikis & Weblogs als Web-Auftritt“ nun Christian Pesch von Coremedia, der eine Experimentierversion eines „Enterprise Microblogs“ präsentiert, das das Unternehmen bereits intern einsetzt.
Enterprise 2.0: Microblogging mit trillr
Micro-Blogging ist ein noch recht unbekannter Web 2.0-Ansatz. Ich bin (laut den Handmeldungen) der einzige im Publikum, der regelmässig micro-blogged (na ja, so halb regelmässig…).
Mirco-Blogs (bekanntester Vertreter ist Twitter) sind kurze Textnachrichten, die wie normale Blog-Einträge auch veröffentlicht werden (vergleichbar mit einer SMS, die man aber nicht an eine Person sendet, sondern ans ganze Web). Diese Postings („tweets“ genannt) kann man „abonnieren“ und so über die Aktivitäten, Anliegen und Gedanken der Personen denen man “folgt” sehr zeitnah informiert bleiben.
Der Nutzen bzw. Vorteil für den User ist laut Pesch u.U. nicht auf den ersten Blick ersichtlich bzw. erschliessbar, so dass meist erst Unverständnis und Skeptik, dann häufig auf das Ausprobieren aber eine grosse Wertschätzung dieser Dienste folgt.
(ich selber befinde mich aktuell eher noch in der Phase der Skepsis…)
Ein sehr zeitnahes Lesen der Tweets ist wichtig, Blogs liest man auch noch Tage später, tweets haben dann ihre Relevanz vielfach schon verloren. Deshalb ist mobile Verwendbarkeit (z.B. per SMS aufs Handy) unabdingbar.
Im Unternehmen kommt zusätzlich „Privatheit“ als entscheidender Faktor dazu, da nicht alle Infos öffentlich zugreifbar sein sollen, sondern gezielt bspw. nur für interne Benutzer oder Partner zur Verfügung gestellt werden sollen.
Nun zeigt der Referent eine Live Demo des Systems, dessen Startseite öffentlich zugänglich ist: www.trillr.com
Sieht fast genau wie Twitter aus
Der Prototyp ist in nur 3 Tagen Entwicklung entstanden. Öffentliche Tweets können per vorangestellten „t „ auch gleich nach Twitter weiter gepostet werden. Auch mit einem Client wie snitter kann Trillr „bestückt“ werden.
Frage aus dem Publikum:
„Was ist der wirkliche Mehrwert, der Business Value davon“?
Als konrektes Beispiel aus der eigenen Praxis nannte Christian Pesch (der unter cpesch in Twitter ist) das kurzfristige Suchen eines Ersatzspeakers für einen Kongress. Kurz nachdem das in Trillr veröffentlicht wurde, meldete sich ein Kollege und übernahm das Referat.
Mein Fazit: bei Micro-Blogging geht es um das, was im Englischen so schön ’serendipity’ genannt wird, also das zufällige (aber nutzenstiftende) Mitbekommen von Informationen und Ereignissen. Daraus können Synergien entstehen (wenn man bspw. zufällig von einem Projekt erfährt, das für den eigenen Arbeitsbereich von Relevanz ist), Doppelarbeiten vermieden werden (wenn man bspw. mitbekommt, dass ein anderer Kollege gerade heute bei einem Kunden ist, den man auch mal wieder besuchen wollte) und generell ein besserer Überblick über die aktuellen Aktivitäten von Kollegen, Partnern etc. bekommen (v.a. in geographisch verteilten Teams).
Endlich bin ich dazu gekommen das sehenswerte Video mit Don Tapscott über Wikinomics von der Web 2.0 expo in Berlin an zu schauen.
Wikinomics ist die Anwendung des Wiki-Prinzips auf die gesamte Wirtschaft, also v.a. Mass Collaboration und Peer Production in allen Lebensbereichen. Nicht fest definierte Organisationen wie Unternehmen, sondern eben die (beliebigen) Personen, die sich zur Lösung einer Aufgabe, Mitarbeit an einem Produkt etc. berufen fühlen, kommen zusammen und produzieren Dinge, Services, Inhalte usw.
(s.a. Wikinomics bei Wikipedia)
Wie kann dieses Prinzip, das von einigen Organisationen schon mit grossem Erfolg angewendet wird (s. Beispiele im Wikinomics Buch), auf’s Intranet übertragen werden?
Ein paar Gedanken dazu:
Creating Context (instead of Content)
Beispiel für die Anwendung des Wikinomics-Prinzip: nicht selber Video-Inhalte produzieren (wie z.B. ein Fernsehsender), sondern eine Plattform bereitstellen, auf der jeder seine Filme veröffentlichen kann (wie z.B. YouTube).
Dieses Prinzip findet in allen dezentral bewirtschafteten Intranets bereits grundsätzlich Anwendung, z.B.:
Es gibt also bereits Kontext, trotzdem ist gerade das Content Management ein Hauptproblem für viele Intranets: von zu wenig (oder den „falschen“) Autoren über veralteten und trivialen Content bis zur mangelnden Vertrauenswürdigkeit der Inhalte (z.B. aufgrund mehrerer Versionen der gleichen Information) reichen die Schwierigkeiten, die manchmal auch mit grossen Anstrengungen nur unbefriedigend gelöst werden können.
Neben kulturellen Faktoren, die häufig hinter diesen Problemen stehen, gibt es z.B. folgende Ursachen und Anknüpfungspunkte (aus Wikinomics-Perspektive):
Auch bspw. benutzergenerierte Tags als Ergänzung bestehender Metadaten und Informationsarchitekturen oder Mash-up Plattformen (auf denen sich die Mitarbeiter selber Anwendungen und Informations-Verknüpfungen erstellen können) sind weitere Möglichkeiten zur Schaffung von Kontext, die das eigenverantwortliche und selbstmotivierte Erzeugen und Bereitstellen von Content fördern und verbessern.
Im zweiten Teil möchte ich den Aspekt „Peering“ und Selbstorganisation unter die Lupe nehmen (oder doch lieber den Aspekt „act global“?).
p.s.: Der „Everyone is a Publisher“-Vorschlag ist damals nicht auf grosses Verständnis gestossen und die Probleme im Content Management blieben (trotz grosser Anstrenungen) bestehen …
Heute wäre die Argumentation sicher (etwas) leichter.